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Palabirne, Palabir, Pilli-Palli-Birne, Zuckerbirn,Plutzerbirne, Apothekerbeer, Graciolibirne, Pülibirne, Woschitzke...

„Wenn die Palabirnen reif sind, hat der Doktor keine Arbeit.“

Alte Volksweisheit aus dem Vinschgau

Herkunft und Geschichte© 2021 Tälerhof ****

Die Palabirne kam vor mehr als etwa 400 Jahren aus Asien über den Balkan und die Türkei und eroberte zunächst ganz Europa. Zum ersten Mal wurde sie 1650 in Gracioli/Florenz erwähnt, 1660 im französischen Bain Chrétien d’été. 1755 tauchte sie in Deutschland auf – unter dem Namen Sommerapothekerbirne, was bereits auf ihren hohen gesundheitlichen Wert hinweist. Auch auf der Churburg in Schluderns wird sie genannt und zwar als Pilli Palli Birne. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte trug sie in verschiedensten Ländern und Regionen alle möglichen Namen – Apothekerbeer in Holland, Graciolibirne, Plutzerbirne oder Pülibirne in Österreich oder Woschitzke in Böhmen. Im Jahr 1830 wurde sie bei einer Obstbaumzählung in Kastelbell erstmal als Palabir eingetragen. Zwischenzeitlich geriet diese besondere Birne im Vinschgau leider in den Hintergrund, doch das soll sich nun ändern.

Baum & Birne© 2021 Tälerhof ****

Palabirnbäume sind sehr robust und frosthart. Die hochstämmigen, vom Wind gebeutelten, knorrigen Bäume werden mehr als hundert Jahre alt und prägen seit jeher das Landschaftsbild des Vinschgaus.

Sie reift Anfang September. Ihre Ernte ist gar nicht so einfach. Die Äste sind brüchig und die Bäume sind zum Teil mehr als 20 Meter hoch. Leider hält sich die Birne nach der Ernte nur drei Wochen.

Die Früchte selbst sind ungleichförmig und buckelig. Ihre Schale ist glatt und gelb mit roten Bäckchen. Unverkennbar sind ihre Aromen und ihre Konsistenz. Das Fruchtfleisch ist gelblich weiß und körnig, sehr saftig und aromatisch süß. Etwas Besonderes ist ihr starker Muskatgeschmack, mit feiner Säure und Anklängen von Honig, Karamell und Zimt.

Gesundheit & Wohlbefinden© 2021 Tälerhof ****

Die Palabirne schmeckt nicht nur hervorragend, sie hat auch andere vielfältige positive Effekte auf den Körper.

Dank ihres hohen Anteiles an Ballaststoffen und ihrem hohen Fruchtzuckergehalt wirkt sie auf natürliche Weise reinigend. Sie enthält viel Vitamin C, das sich zu 80% in den äußeren Schichten bis etwa einen Zentimeter unter der Schale anreichert. Außerdem ist sie reich an Mineralien wie Kalium, Phosphat, Calcium und Magnesium. Gerade der hohe Kaliumgehalt (133 mg pro 100 g) ist besonders gesund, denn Kalium reduziert Bluthochdruck. Ebenso wertvoll sind die enthaltenen Ballaststoffe wie Zellulose, Lignin und Pektine. Diese fördern den bakteriellen Abbau im Dickdarm, wirken dort krebshemmend und vermindern in der Leber die Bildung von Cholesterin. Wichtig sind auch die reichlich enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe: Sie mobilisieren in unserem Körper die Abwehrkräfte und wirken aktiv gegen Allergien.