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Palabirne, Palabir, Pilli-Palli-Birne, Zuckerbirn,Plutzerbirne, Apothekerbeer, Graciolibirne, Pülibirne, Woschitzke...

„Wenn die Palabirnen reif sind, hat der Doktor keine Arbeit.“

Alte Volksweisheit

Herkunft und Geschichte© 2018 Tälerhof ****

Die Palabirne kam vor mehr als etwa 400 Jahren aus Asien über den Balkan und die Türkei und erobert ganz Europa. Zum ersten Mal wird sie 1650 in Gracioli/Florenz erwähnt, 1660 im französischen Bain Chrétien d’été. 1755 taucht sie in Deutschland auf – unter dem Namen Sommerapothekerbirne, was bereits auf ihre positive Wirkung für die Gesundheit hindeutet. Auch auf der Churburg in Schluderns wird sie damals bekannt – als Pilli Palli Birne. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte trug sie in verschiedensten Ländern und Regionen alle möglichen Namen – Apothekerbeer in Holland, Graciolibirne, Plutzerbirne oder Pülibirne in Österreich oder Woschitzke in Böhmen. Und im Jahr 1830 wurde sie bei einer Obstbaumzählung in Kastelbell erstmal als Palabir aufgeführt. Zwischenzeitlich geriet dieser besondere Birnbaum im Vinschgau etwas in Vergessenheit, doch das soll sich nun ändern.

Baum & Birne© 2018 Tälerhof ****

Palabirnbäume sind sehr robust und frosthart, so werden viele von ihnen auch in unserer Bergregion mehr als hundert Jahre alt – und die hochstämmigen, knorrigen Bäume mit den unter der köstlichen Last ihrer Früchte schwer herunterhängenden Ästen prägen das Landschaftsbild des Vinschgau ebenso wie die vielen Apfelbäume. Die Palabirne reift Anfang September – da die Bäume bis zu 25 Meter hoch sind, ist die Ernte gar nicht so einfach – und hält sich nach der Ernte kühl gelagert maximal zwei Wochen.

Die Früchte selbst sind ungleichförmig und buckelig. Ihre Schale ist glatt und gelb – mit roten Bäckchen. Unverkennbar sind Aroma und Konsistenz der Palabirne: Das Fruchtfleisch ist gelblich weiß und körnig, sehr saftig und aromatisch süß. Etwas Besonderes ist ihr starker Muskatgeschmack, mit feiner Säure und Anklängen von Honig, Karamell und Zimt.

Gesundheit & Wohlbefinden© 2018 Tälerhof ****

Die Palabirne schmeckt nicht nur hervorragend und tut damit der Seele gut, sie hat auch vielfältige positive Effekte auf den Körper – seit jeher werden ihr heilende Wirkungen nachgesagt.

Dank Ihres hohen Anteils an Ballaststoffen und ihrem hohen Fruchtzuckergehalt wirkt sie auf natürliche Weise reinigend. Sie enthält viel Vitamin C, das sich zu 80% in den äußeren Schichten bis etwa einen Zentimeter unter der Schale anreichert. Außerdem ist sie reich an Mineralien wie Kalium, Phosphat, Calcium und Magnesium. Gerade der hohe Kaliumgehalt (133 mg pro 100 g) ist besonders gesund, denn Kalium reduziert Bluthochdruck. Ebenso wertvoll sind die enthaltenen Ballaststoffe wie Zellulose, Lignin und Pektine. etwa fördern den bakteriellen Abbau im Dickdarm, wirken dort krebshemmend und vermindern in der Leber die Bildung von Cholesterin. Wichtig sind auch die reichlich enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe: Sie mobilisieren in unserem Körper die Abwehrkräfte und wirken aktiv gegen Allergien.